Schwarzes Herz

von Jasmina Kuhnke

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Eckdaten:

Titel:
Schwarzes Herz
Autor(in):
Jasmina Kuhnke
Genre:
Roman
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
205
Buchpreis:
€ 20,00
Verlag:
Rezensiert:
18.10.2021


Ich danke Vorablesen für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

Autor(in):

Jasmina Kuhnkewurde 1982 in Hagen geboren. Sie arbeitet als TV-Autorin und Kolumnistin für ein Satire Magazin. Jasmina lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Köln. Sie engagiert sich in der Öffentlichkeit unter ihrem Künstlernamen Quattromilf – „Mom I´d like to follow“ gegen Rassismus und Diskriminierung.


Zum Buch:

Jasmina Kuhnke ist eine unüberhörbare Stimme im Kampf gegen Rassismus in diesem Land. In ihrem ersten Roman erzählt sie davon, was es mit einem macht, immer aufzufallen. Die Protagonistin ihres Buches, eine Schwarze Ich-Erzählerin, wächst am Rande des Ruhrgebiets auf, in den neunziger Jahren. Zu Hause wütet ein gewalttätiger Stiefvater, in der Schule gibt es wenig Unterstützung, dafür viel Ausgrenzung. Auf einem Kindergeburtstag steht beim Klingelstreich plötzlich ein Neonazi in der Tür. Die Protagonistin weiß, wie es ist, jeden Tag mit dem Schlimmsten zu rechnen, bis das Schlimmste zur Selbstverständlichkeit wird. Wo sich für andere Türen öffnen, schließen sie sich für die Ich-Erzählerin mehr und mehr, bis sie selbst davon überzeugt ist, dass sie der Welt nichts zu bieten hat. Sie gerät in eine gewalttätige Beziehung, zementiert die Abhängigkeit mitzwei Schwangerschaften. Erst als es schon fast zu spät ist, gelingt es ihr, sich und die Kinder zu befreien.
Kuhnkes Buch zeigt, wie Rassismus sich in die Seelen der betroffenen Menschen webt. Es wird niemanden so schnell loslassen, denn es tut weh.


Fazit:

Jasmina Kuhnke beschreibt mit einer Intensivität ihr Leben, das einen als Leser dasuerhaft die Kinnlade nach unten klappen lässt. Einfach weil es unendlich grausam ist, bei dem, was sie durchmachen musste. Des öfteren musste ich das Buch zuklappen weil ich all das nicht mehr ertragen habe und ich mir so oft gewünscht habe, das sie den "Absprung" schafft. Aber genauso weiß ich, das es unendlich viel Zeit und Mut kostet dieses "Absprung" zu wagen. Hier kann man als Leser einfach nicht urteilen. Mich hat sehr interessiert wie die Autorin das geschafft hat. Sie hat es erzählt, aber es war mir zu wenig. Ihre Berichte aus Kindheit, Jugend und jungem Erwachsen sein waren lang und intensiv und das Leben was sie jetzt lebt, fehlte mir bzw war zu wenig. Schade...

Das es in diesem Buch nur so vor Rassismus, häuslicher Gewalt und Mobbing spriest, brauch ich niemanden zu erzählen, da es der Klappentext schon verrät.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, man merkt als Leser das es nicht von einer Person geschrieben wurde, welche schon mehrere Romane geschrieben hat. Dennoch ist es gut wie es ist, weil die Geschichte schwer zu verdauen ist.


Meine Bewertung
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Verfasst von Janine Lang